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Generation Z – Die Gesellschaft von morgen? 

Aktualisiert: Sept 14

Der Mensch braucht Kategorisierungen, um mit Unsicherheit umgehen zu können. Generationenprofile erfassen dabei, den Charakter der zukünftigen Welt. Wie (un)treffend das ist, zeigt die Generation Z.



Sag mir, wann du geboren wurdest und ich sage Dir, wer Du bist

Traditionalisten, Babyboomer, Generation X, das alles war einmal. Diese vorherigen Generationen scheinen kaum mehr Einfluss zu haben, weder auf die Arbeitswelt noch auf die Werbeindustrie. 

Alles ist auf die Generation Y ausgelegt. Y, ausgesprochen „Why“, also „Warum“. Die Generation, die vermeintlich alles hinterfragt, weniger leistungsorientiert sein soll und mehr Wert auf Sinnhaftigkeit zu legen scheint. Und dies als Wegbereiter für die folgende Generation Z. 

Unternehmen müssen umdenken

Homeoffice und flexible Arbeitszeiten: Moderne Unternehmen wie Google haben die Bedürfnisse erkannt und richten sich mehr aus nach den Wünschen der Generation Y, geboren zwischen 1980 und 2000 – und deshalb auch als «Millennials» bezeichnet. 

Die heute 20- bis Mitte 30-Jährigen wollen einer bedeutungsvollen Tätigkeit nachgehen, Freiräume im Job haben und sollen dadurch mehr Bereitschaft zeigen, auch mal nach „Dienstschluss“ zu arbeiten. So haben es die Generationenforscher prophezeit.

Die kommende Generation Z wiederum scheint anders zu ticken. Sie stecken gerade noch mitten in der Ausbildung oder machen erste Schritte in der Arbeitswelt. Bald aber werden sie ins Berufsleben drängen und - aufgrund der demografischen Entwicklung - begehrte Nachwuchskräfte sein. Das stellt die meisten Unternehmen vor neue Herausforderungen: Denn für die Generation Z hat das Privatleben allerhöchste Priorität. Die Jugendlichen von heute wollen nicht, wie ihre Vorgängergeneration, die Arbeit mit nach Hause nehmen oder das Notebook in die Ferien. Die Z-ler wollen: „geregeltere Arbeitszeiten, unbefristete Verträge, mehr Mitbestimmung, definierte Strukturen und Freiraum für Kreativität im Job“, so die Arbeitsweltexperten. Nach Feierabend werden keine geschäftlichen E-Mails mehr gelesen. Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber gibt es in der Generation Z kaum noch. Wenn etwas nicht passt, wird der Job oder der Arbeitgeber eben gewechselt - so einfach ist das. Unternehmungen müssen die während der geburtenstarken Babyboomerzeiten etablierten Arbeitgeber-Strategien neu überdenken und mehr in Employer Branding und attraktive Arbeitsbedingungen investieren. 


«Sie streben explizit nach hoher Lebensqualität und Gesundheit. Es wird keinen Vorbildern mehr nachgeeifert, dafür der eigene, perfekte Lifestyle auf sämtlichen Social Media Plattformen inflationär geteilt.»

Gen Y vs. Gen Z

Die Generation Z muss sich – dank der früheren Generationen - keine Freiheiten mehr erkämpfen. Diese geniessen sie unreflektiert und selbstverständlich. Sie streben explizit nach hoher Lebensqualität und Gesundheit. Es wird keinen Vorbildern mehr nachgeeifert, dafür der eigene, perfekte Lifestyle auf sämtlichen Social Media Plattformen inflationär geteilt. Das Privatleben ist am wichtigsten und es besteht mehr Aufmerksamkeit für ein bewusstes Leben als noch bei der Generation Y. Doch das soll nichts mit Faulheit zu tun haben, sondern mit dem Setzen von klaren Grenzen und Strukturen. Die neue Generation ist flexibler, entscheidungsfreudiger und fehlertoleranter. Die Generation Z ist nicht weniger optimistisch als die Generation Y, aber realistischer. Sie wird Berufe ausüben, welche es heute noch nicht einmal gibt und ohne bereits heute existenzielle Zukunftsängste zu entwickeln. 

X, Y, Z – doch was kommt danach?

Nach Z kommt doch... A!? Also Generation Alpha, oder doch nicht? Darüber streiten gerade die Experten. Vielleicht wird es ein E für Generation Elektro, oder doch ein S, für Generation Share? Die Sharing-Mentalität nimmt stark zu, teilen anstatt besitzen verändert das gesamte wirtschaftliche und soziale Denken. «Mein Auto, mein Haus, mein Boot» verliert an Bedeutung. Gemäss Forschern ist jedoch auch nicht auszuschließen, dass die kommende Generation eine Gegenbewegung zu dem volltechnologischen Leben lancieren könnte. Back to the roots also? Wahrscheinlich nicht ganz. Doch dass sich ausgerechnet im Silicon Valley unter jungen Eltern ein Trend bemerkbar macht, den Nachwuchs möglichst technologiefrei zu erziehen, lässt tief blicken...


Was denkst Du dazu? Wir sind gespannt auf Deinen Kommentar!


#Millennials #GenerationZ #GenerationY


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