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  • Nicole

Mono, offen, poly: Welche Liebe ist zeitgemäss? 

Aktualisiert: Sept 30

Früher war man ein Paar oder eben nicht. Doch Zeiten ändern sich: Schneller Sex und geschiedene Ehen, Friends with Benefits und Schnelllebigkeit – all das prägt unsere Zeit. Wo bleiben da verbindliche Beziehungen?



Monogamie, offene Beziehung, Polyamorie, usw. – die Liste möglicher Beziehungskonstellationen ist lang! Weil es praktisch keine wirtschaftlichen Gründe mehr für traditionelle Beziehungen gibt, wird auch viel Neues ausprobiert. Liebe und Beziehungen sind in der heutigen Zeit weniger geradlinig, vielseitiger und weitaus komplizierter. Ein Überblick einiger Beziehungsformen:


Monogamie

Beginnen wir mit der wohl geläufigsten aller Beziehungsformen – das Standard-Paar. Man lernt sich kennen, verliebt sich, zieht zusammen, Hochzeit, Haus, Garten, Hund, Kinder, gemeinsam alt werden. Monogamie – die Vorstellung, dass wir uns im Leben mit genau einem Partner zusammentun. Und der soll dann alle unsere geistigen, sozialen und körperlichen Bedürfnisse befriedigen. Monogamie ist in unserer westlichen Welt nach wie vor die meist gelebte Form der Partnerschaft.

Polyamorie

Ich liebe dich, dich, dich und dich. Diese Beziehungsform gibt uns die Chance, mehrere Partner gleichzeitig zu lieben – sowohl körperlich, sexuell und vor allem auch emotional. Die Liebe ist frei wie ein Vogel. Eine Beziehungsform, bei der eine Person mehrere Partner liebt und zu jedem einzelnen eine Liebesbeziehung pflegt - wobei diese Tatsache allen Beteiligten bekannt ist und einvernehmlich gelebt wird. In der heutigen Zeit lassen sich immer mehr Befürworter dieser offenen Art von Beziehungsform finden. Dies mag daran liegen, dass moderne Kommunikationsformen eine rasante und anonyme Vernetzung zulassen. Polyamore Menschen auf der ganzen Welt finden sich über Online-Foren - diese Beziehungsform ist längst kein Einzelfall mehr.


Offene Beziehungen

Das klassische Zwei-Personen-Beziehungsschema - lediglich durch weitere Sexualpartner aufgebrochen. Zwei Menschen führen eine feste Beziehung miteinander, die sie durch sexuelle Erfahrungen mit anderen Menschen erweitern. Sie sind also zusammen, haben aber noch Sex mit anderen Menschen. Und genau dabei soll es auch bleiben: Die Liebe ist der einen Partnerin / dem einen Partner vorbehalten. Offene Beziehungen werden immer populärer. Der Grund dafür ist vielleicht eine Hoffnung, die dahintersteckt: Die Hoffnung, Liebe bzw. Leidenschaft nicht mehr begrenzen zu müssen. Offene Beziehungen erlauben es, sich mehreren Menschen vor allem sexuell zu öffnen.


Mingle

Ein Single, irgendwie aber auch nicht. Menschen, die sich zwar wie ein Paar verhalten, aber doch Singles sind – Mixed Singles eben. Der Begriff „Friends with Benefits“ umschreibt das Mingle-Leben ganz gut. Das Mingle-Leben – ideal für Menschen, die sich nicht fest binden wollen und trotzdem Nähe, Zuneigung, Aufmerksamkeit und viel Spass suchen. Diese Beziehungsform ist in der heutigen Zeit öfters anzutreffen. In dieser Beziehungsform finden besonders junge Menschen ihr Glück oder zumindest einen Zustand der Zufriedenheit. Sie möchten nicht alleine sein, aber gleichzeitig frei für den richtigen Partner bleiben.


Glück gibt es überall, Unglück auch

… und so geht die Liste weiter und weiter. Single, klassische Paarbeziehung oder vielleicht doch lieber polyamourös - wie möchtest Du durchs Leben gehen? Zum Glück musst Du diese Entscheidung nie endgültig treffen, doch diese Frage kann Dir vielleicht dabei helfen, über Deine Prioritäten klar zu werden. Denn wenn Du Deine Beziehungsform hinterfragst, sorgst Du dafür, dass sie Sinn macht. Und dabei geht es nicht darum, die Beziehungsform als gut oder schlecht abzustempeln. Indem Du die Beziehungsform kritisch hinterfragst, sorgst Du auch dafür, dass sie – eventuell moderat verändert - für Dich funktionieren kann. 


"Es gibt kein Richtig oder Falsch!"

Und das Gute ist: Mittlerweile ist wirklich für jeden ein passendes Modell dabei. Niemand muss sich mehr in von der Gesellschaft vorgegebene Beziehungsmodelle pressen, nur um nicht negativ aufzufallen. Mono, poly oder offen – es gibt kein besser oder schlechter! Jede und jeder von euch muss selbst herausfinden, welche Beziehungsform die Richtige ist.

Die schlechte Nachricht ist: Es wird herausfordernder, einen Menschen zu finden, der das will, was man selbst will. Und, weisst Du überhaupt, was Du willst? Bei einer derart grossen Auswahl kann es schon mal schwerfallen, sich zu entscheiden. Aber keine Angst... das wird schon…


Was denkst Du dazu? Wir sind gespannt auf Deinen Kommentar!


#Beziehung #Glück #Offenheit


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